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Kündigen ohne Unterschrift.

Eigentlich berichte ich nicht so gern über meine Konkurrenz aber heute war ich echt überrascht.

Ich habe im Namen von einem Kunden bei einem Alt-Provider den Vertrag gekündigt. Er ist zu mir umgezogen.
Als ich dort in der Kundenadministration in den Vertragsoptionen auf “Kündigen” geklickt habe und noch auf “Bestätigen” geklickt habe, war der Vertrag tatsächlich gekündigt. Ohne Unterschrift!

Das finde ich sehr vorbildlich!

Wenn man im Internet ein Vertrag abschließt, wird dieser meist nach 14 Tagen ohne Unterschrift rechtskräftig bzw. er ist dann nicht mehr Wiederrufbar.

Meine Meinung ist: Sofern man also für ein Vertragsabschluss nicht unterschreiben musste, sollte man auch für eine Kündigung nicht unterschrieben müssen!

Der Vogel schießt aber immer noch großer Hoster mit seiner Vertrags-Kündigungsprozedur ab:

  1. man muss sich in ein gesondertes Administrationspanel einloggen
  2. auswählen was man kündigen möchte. In diesem Fall der Vertrag
  3. Dann bekommt man eine Vorgangsnummer
  4. Man muss dann dort bei einer Hotline anrufen & diese Vorgangsnummer durchgeben. (Natürlich versucht der Mitarbeiter an der Hotline einen dann noch zu überreden, nicht zu kündigen)
  5. Durch diesen Anruf & mit der Durchgabe der Vorgangsnummer wird dann ein PDF Dokument auf dem Administrationspanel freigeschalten. Dieses gilt es dann herunterzuladen
  6. zu unterschreiben
  7. & wegzufaxen

die kaufmännischen ‘&’ Zeichen sind Absicht :-)

Was passiert mit der Kirchensteuer…

Da mir viele nicht glauben, wenn ich erzähle was ein Pfarrer so verdient, habe ich hier mal ein paar Infos zusammen getragen:

“Wie wird die Kirchensteuer verwendet?

Viele glauben, der Großteil der Kirchensteuer komme sozialen Zwecken zugute. Das ist jedoch falsch: In Wirklichkeit werden zwei Drittel der Kirchensteuer für die Bezahlung von Pfarrern und Kirchenpersonal verbraucht. In keinem anderen Land der Welt verdienen Pfarrer so viel wie bei uns: etwa 4000 Euro im Monat. Ihre Besoldung und Versorgung entspricht der eines Regierungsdirektors.

Bischöfe werden aus öffentlichen Steuermitteln bezahlt und beziehen rund 7.700 Euro, Erzbischöfe sowie der evangelische Landesbischof sogar fast 10.000 Euro. Für öffentliche soziale Zwecke bleiben – selbst nach kirchlichen Angaben – nur höchstens 8 Prozent der Kircheneinnahmen übrig, der Rest wird größtenteils für Kirchenbauten und Verwaltungszwecke verwendet. Die Kosten von kirchlichen Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen etc. werden fast ganz – zwischen 85 und 100 Prozent – aus öffentlichen Steuermitteln finanziert oder von Elternbeiträgen, Krankenkassen etc. gedeckt.” Quelle: IBKA

Laut FOWID (PDF) sind es sogar noch mehr:

“… In der kath. Kirche fallen in den meisten Diözesen noch diverse Zulagen an, die hier vernachlässigt werden. Auch der Zuschuss zur Finanzierung von Pfarrhaushälterinnen ist nicht mitgerechnet. Wohl erhalten jüngere Pfarrer etwas weniger. Fast 90 % der kath. Geistlichen erhalten aber die Endstufe. Auch die evangelischen Kollegen (Altersschnitt ca. 45 Jahre) kommen effektiv im Schnitt auf mehr als 4500 EUR im Monat.
Bischöfe werden in der Regel vom Staat besoldet. In den westlichen Bundesländern beziehen sie ein Gehalt gemäß Besoldungsstufe B6 (7.206,51 EUR), Erzbischöfe gem. B10 (9.965,09 EUR). Ihr Monatseinkommen liegt incl. Zulagen, geldwerter Vorteile und dem umgelegten 13. Gehalt bei ca. 9.000 bzw. 12.000 EUR.”

Jetzt wunder ich mich nicht mehr,  warum es immer noch so viele Theologie-Studenten gibt.